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Allgemeine Geschäftsbedingungungen - Platten Sailing Cuban S.A.

CHARTERBEDINGUNGEN - PLATTEN SAILING CUBAN S.A. 09/2014

1. Die Chartergebühr bleibt im Besitz des Vercharterers, egal ob die Yacht während der Mietdauer benutzt wurde oder nicht und was die Gründe dieser eventuellen Vakanz sind, soweit diese nicht vom Vercharterer zu vertreten sind.

2. Falls aufgrund einer plötzlich erfolgten Havarie während der vorhergehenden Vermietung oder irgendeiner unabsichtlichen Verhinderung der Vercharterer die obengenannte Yacht nicht spätestens 48 Stunden nach dem vereinbarten Termin zur Verfügung stellen kann, hat dieser das Recht, dem Charterer ein anderes Schiff (Einrumpfyacht oder Katamaran) mit der gleichen Kojenzahl zu übergeben, wobei die nicht genutzte Zeit anteilig vergütet wird, oder die Chartergebühren zurückzuzahlen. Darüber hinaus hat der Charterer keinen Anspruch auf Schadensersatz. Falls Teile der Ausrüstung während einer Vorcharter beschädigt oder verloren wurden, ohne dass vor Antritt der neuen Charter entsprechender Ersatz besorgt werden konnte, kann der Charterer nicht vom Vertrag zurücktreten oder Minderung geltend machen, es sei denn, der Verlust führt zu Seeuntüchtigkeit der Yacht.

Die Haftung des Vercharterers ist in jedem Fall auf die Höhe der bezahlten Charter begrenzt. Dies gilt auch, falls die Charter durch höhere Gewalt, Wettereinflüsse, politische Unruhen und ähnliche Umstände undurchführbar wird.

3. Der Vercharterer verpflichtet sich, eine Versicherung für die Yacht abzuschließen, die dem Charterer unter Abzug der Selbstbeteiligung gesetzliche Haftpflicht für verursachte Havarien am Schiff (ausgenommen verlorene Ausrüstungs- und Zuberhörteile), Diebstahl und Einbruch gewährleistet. Persönliche Effekten sind nicht versichert. Der Vercharterer haftet nicht für Unfallschäden, die auf dem Schiff reisende Personen erleiden.

4. Der Vercharterer übergibt die Yacht see- und funktionstüchtig, sauber, mit vollem Dieseltank und einer gefüllten Gasflasche. Das Einchecken wird anhand einer Inventarliste durchgeführt. Schiffszustand und Vollständigkeit von Ausrüstung und Inventar werden vom Charterer bei der Übernahme geprüft und bestätigt.

5. Der Charterer verpflichtet sich, nur so viele Personen an Bord zu nehmen, wie für die Yacht zugelassen sind. Er verpflichtet sich, die Yacht nur zur Sportschifffahrt im Rahmen der gültigen Schifffahrts- und Zollgesetze zu benützen, unter Ausschluß jeglicher Art von Handel, Berufsfischerei, Vermietung, Transport, Teilnahme an Wettfahrten o.ä.. Bei Verstoß gegen diese Vorschriften ist der Charterer allein verantwortlich gegenüber See- und Zollämtern, in Prozessen, Strafverfolgungen, für Geldstrafen sowie durch ihn hervorgerufene Beschlagnahmen, auch im Falle unbewußter Schuld. Untervermietung und Verleih sind nicht gestattet.

Die vollständig ausgefüllte Crewliste muss dem Vercharterer mindestens 14 Tage vor Charterbeginn vorliegen. Sofern die Crewliste zu diesem Zeitpunkt nicht vorliegt, übernimmt der Vercharterer keine Gewährleistung für die rechtzeitige Erteilung der unbedingt erforderlichen behördlichen Genehmigungen und damit für den pünktlichen Törnbeginn. Falls einzelnen Crewmitgliedern die Seefahrt in kubanischen Gewässern nicht erlaubt werden sollte, so berechtigt dies nicht zum Rücktritt von der gesamten Charter.

6. Chartergebiet sind die kubanischen Hoheitsgewässer, diese dürfen keinesfalls verlassen werden. Das Sperrgebiet vor Playa Giron (sog. „Schweinebucht") ist unbedingt zu beachten. Es dürfen unter keinen Umständen Personen, die nicht auf der behördlich genehmigten Crewliste aufgeführt sind, an Bord gelangen. Während der Nacht und bei verminderter Sicht darf nur seeseits der 10-Meter-Tiefenlinie oder auf markierten und befeuerten Schifffahrtswegen gefahren werden. Nachtfahrten innerhalb der Riffzonen sind nicht erlaubt. Bei besonderer Gefahr durch tropische Stürme o.ä. müssen die Anweisungen der Basis bezüglich Fahrtroute und Ankerplätzen (sog. Hurricane-Holes) genau befolgt werden. Der Charterer zahlt vor Ort eine Abgabe in Höhe von z.Zt. 6 Pesos Convertibles (CUC; 1 CUC = 1,08 US$, Stand Okt. 2005) pro Person und Tag. Kinder unter 12 Jahren sind davon befreit.

7. Der Charterer hat die zwingende Pflicht, die ihm übergebenen Logbuchblätter gewissenhaft zu fuhren und bei Nutzungsende abzugeben. Die Geltendmachung sämtlicher Ansprüche, insbesondere von Minderungs- und Schadensersatzansprüchen sind ausgeschlossen, wenn der Charterer/Skipper kein Logbuch geführt haben sollte oder die Logbuchführung mangelhaft ist.

8. Brennstoffe, Treibstoffe und Hafengebühren gehen zu Lasten des Charterers. Der Charterer achtet während des Törns sorgfältig auf die notwendigen Kontrollen an Rumpf und Rigg sowie Motor (Ölstand, Kühlwasser etc.) und ergreift alle zur Werterhaltung und Funktionsfähigkeit der Yacht nötigen Maßnahmen.

9. Der Charterer hat innerhalb der für seine Rückkehr vorgesehenen Frist in den Ausgangshafen zurückzukehren und dem Beauftragten des Vercharterers seine Anwesenheit mitzuteilen.

10. Der Charterer muß die Yacht und ihre Ausrüstung mit vollem Dieseltank, in gutem Zustand und funktionsfähig zurückgeben. Verlorengegangene, beschädigte oder nicht mehr funktionsfähige Ausrüstun gsgegenstände sind unaufgefordert bei der Rückkehr anzuzeigen. Der Charterer weist ausdrücklich auf alle ihm bekannten Schäden hin.

Nach dem Ausladen der persönlichen Gegenstände wird die Yacht durch den Beauftragten des Vercharterers ausgecheckt. Wenn der Zustand bei der Rückgabe zufriedenstellend ist, wird die Kaution zurückgegeben.

11. Falls Beschädigung oder Verlust an Schiff oder Ausrüstung festgestellt werden, hat der Charterer Reparatur oder Ersatz zu bezahlen. In den durch die Versicherung gedeckten Fällen geschieht die Rückzahlung unter Abzug der festgesetzten Selbstbeteiligung.

Bei nicht rechtzeitiger Rückgabe der Yacht hat der Vercharterer Recht auf Schadensersatz (Nutzungsausfall etc.). Die Rückgabe gilt erst als erfolgt, wenn die Yacht im vereinbarten Rückgabehafen ordnungsgemäß übergeben und durchgecheckt ist.

12. Falls ein kleiner Schaden die Weiterfahrt der Yacht nicht behindert muß der Charterer mindestens 24 Stunden vor Charterende zurückkehren, um die Behebung des Schadens zu ermöglichen, damit die Nutzung für den nachfolgenden Charterer nicht verzögert wird (Nutzungsausfall siehe oben).

13. Bei normalen Verschleißschäden bis 50,- Euro ist der Charterer berechtigt, Reparaturen in eigener Initiative durchführen zu lassen. Bei darüber hinausgehenden Reparaturen hat der Charterer beim Vercharterer unter der ihm bei der Übergabe des Bootes angegebenen Telefonnummer um Rat und Genehmigung anzufragen (Eigenreparaturen durch Nichtfachleute sind unzulässig). Quittungen sowie ausgetauschte Teile sind aufzubewahren.

14. Im Falle von schwerer Havarie (Zusammenstoß, Brand etc.) und Diebstahl muß der Charterer ein Protokoll durch einen amtlichen Sachverständigen (evtl. Hafenmeister o. ähnliche) anfertigen lassen und zwingend den Vercharterer oder seinen Mitarbeiter schnellstens unter der ihm bei Übergabe des Bootes angegebenen Telefonnummer benachrichtigen und seine Anweisungen einholen. Bei Diebstahl der Yacht oder eines

Ausrüstungsgegenstandes hat der Charterer Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Falls der Charterer diese Formalitäten nicht erfüllt, kann er zum Ersatz des gesamten Schadens herangezogen werden. Vorstehendes gilt auch bei Beschlagnahme (unbedingt Kopie der Anzeige vorlegen).

15. Nutzungsausfall aufgrund sich plötzlich ereignender Schäden während der Mietdauer führt nicht zu einem Anspruch auf Rückzahlung des ganzen oder teilweisen Mietpreises.

16. Eventuelle Reklamationen des Charterers sind bis spätestens 14 Tage nach Charterende dem Vercharterer oder der Agentur als dessen Vertreter schriftlich anzuzeigen und können nur dann bearbeitet werden, wenn der betreffende Tatbestand vom Charterer bereits bei Rückgabe des Schiffes dem dortigen Beauftragten mitgeteilt und durch diesen schriftlich bestätigt wurde.

17. Charterer unter 18 Jahren benötigen die schriftliche Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten und die Annahme der Vertragsbedingungen durch diese.

18. Dieser Vertrag ist für den Vercharterer bindend, sobald dem Vercharterer ein vom Charterer unterzeichnetes Vertragsexemplar vorliegt und die erste Teilzahlung beim Vercharterer eingegangen ist.

Falls der Charterer nach dessen Unterzeichnung vom Vertrag zurücktritt, werden folgende Stornokosten fällig: ab Vertragsunterzeichnung 20%, ab 6 Monate vor Charterbeginn 50%, ab 4 Wochen vor Charterbeginn 100% des Charterpreises.

Bei einer Terminänderung auf Wunsch der Charterers und falls die Yacht nicht anderweitig verchartert werden kann, wird eine Umbuchungsgebühr von jeweils einem Fünftel der obigen Stornokosten, mindestens jedoch 100 Euro, plus die eventuelle Differenz zwischen den Charterpreisen fällig.

Bei Stornierung oder Terminänderung wird, falls die Yacht für den ursprünglich gebuchten Zeitraum dennoch anderweitig verchartert werden kann, eine Bearbeitungsgebühr von 100 Euro fällig zuzüglich der Höhe eines eventuellen Preisnachlasses bei der Neuvermietung und/oder der Preisdifferenz aufgrund unterschiedlicher Charterdauer.
Der Abschluß von Reiseversicherungen ist dringend anzuraten.

19. Erfüllungsort dieses Vertrages und Gerichtsstand ist für beide Seiten ist Augsburg.

20. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages ungültig sein, so gelten die übrigen Bestimmungen dennoch. Mündliche Abmachungen bedürfen der schriftlichen Bestätigung.